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Glossar · Definition

Institutionelles Gedächtnis

Kurz gesagt. Institutionelles Gedächtnis ist der Zustand, in dem die Gründe für vergangene Entscheidungen Monate später noch von Personen nachvollzogen werden können, die bei der Entscheidungsfindung nicht anwesend waren. Ohne dieses Gedächtnis entdeckt jedes Team dieselbe Lektion zweimal im Jahr neu.

Organigramme ändern sich, Tools wechseln, Mitarbeiter gehen. Was in einem Studio bleibt, ist die Aufzeichnung von Entscheidungen und die dahinterstehende Begründung, oder eben nicht, in welchem Fall das Studio jünger ist, als es aussieht.

Das institutionelle Gedächtnis in einem Unternehmen mit einem einzigen Produkt ist ein Wiki-Problem. In einem Multi-Produkt-Studio ist es ein Portfolio-Problem: Die Lektion, die bei Spiel 2 gelernt wurde, sollte jedem zur Verfügung stehen, der dieselbe Entscheidung bei App 5 trifft, auch wenn diese Produkte unterschiedliche Teamleiter haben.

Qualia behandelt das institutionelle Gedächtnis als pro-Produkt, aber querlesbar. Jedes Produkt hat seine eigene Entscheidungsaufzeichnung. Jeder Bediener mit Portfoliozugriff kann diese lesen. Die Lektion muss nicht neu gelernt werden.

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